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Reserva Nacional Pacaya-Samiria/ Die Woche im Regenwald oder: Moskitomania

Von Iquitos bietet es sich ja an, den Regenwald zu besuchen, man ist ja quasi drin. Wir beide waren fest entschlossen, selbiges zu tun, nur überfordert ob des gewaltigen Angebotes. Auf der Straße wurde man jeden Tag mehrmals angesprochen, jeder hatte eine Dschungellodge oder mehrjährige Erfahrung oder einen Freund mit selbiger. Es gab tausende Agenturen, die Kreuzfahrten, Lodges, Expeditionen, Survivalkurse und und und anbaten. Wir entschieden uns für den Weg, den wir schon in Agua Blanca wählten und hielten es für das beste, die Pueblos in der Reserva Nacional direkt anzurufen und dort nach Infos zu suchen. Lucy, die kalifornische Biologiestudentin aus der Llancha schloß sich uns an.  Wir besorgten uns von iPeru Telefonnummern und Adressen der Dorfvertreter. Aufgrund der Größe der Reserva Nacional suchten wir das nächstegelegene Pueblo heraus, San Martin de Tipishca, und riefen dort an. Wen? Das ist egal, es gibt eh nur ein Telefon dort. Das wird von einer Dame verwaltet, der sagt man dann mit wem man sprechen will oder was man sucht, und sie bittet einen um einen Rückruf 10-15 min später, weil sie dann ins Dorf wuselt um diejenige Person zu suchen. Bei diesem Rückruf hatten wir dann Elvio am Telefon, der “Präsident” der Assosiacion de Turismo Casa Lupuna war. Er beschrieb uns was wir so machen könnten, was er sich vorstelle und entfachte so direkt helle Begeisterung in uns. Wir verabredeten uns ein paar Tage später in Nauta, wo er uns mit seinem Boot abholen wolle.

In Nauta angekommen wartete er schon auf uns, wir gingen zusammen ein paar Sachen kaufen (Essen, Getränke, Plastikplanen) und dann begann die Reise auf Elvios Schnellboot, wo wir auch seine 17jährige Tochter Cynthia kennenlernen durften. 6 Stunden unbequemer Bootsfahrt unter der knallenden Amazonassonne standen uns bevor….

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Nach einigen Stunden mit dröhnendem Bordmotor erreichten wir San Martin de Tipishca, eine friedliche Ansammlung von Strohhütten, direkt am Ufer des Samiria, eines Flusses der später zum Amazonas wird. Der Fluss ist an der Stelle breiter als die meisten Seen, gute 700 m trennen die Ufer. San Martin selber ist so ziemlich der friedlichste Ort den man sich vorstellen kann, pittoresk,voller Hühner und Gänse, die durch das Dorf streunern… Wir bekamen Zimmer für die erste Nacht in einer der Hütten zugewiesen, dann gab es ein einfaches Essen (Reis mit Fleisch und ein bisschen Salat). Elvio stellte uns Italo und Pedro vor, die uns am nächsten Tag in den Regenwald begleiten würden. Danach bot er uns eine kleine Kanufahrt über den Samiria im Sonnenuntergang an. Mit einem Wort:

Herrlich!

Zur darauffolgenden Nacht kann ich nur eines sagen: Wer noch nie den Sternenhimmel des Amazonasgebietes gesehen hat, kann über Sternenhimmel ÜBERHAUPT NICHT mitreden!!

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Weiter gehts später in einem anderen Artikel weil es sonst zu viele Fotos werdeen…