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Lima

Nach unserer Dschungeltour war klar, dass wir nicht nochmal 5 Tage oder mehr auf einem Amazonasboot und anschließende Busodysseen mitmachen würden, der Zeitdruck saß uns im Nacken. Zum Glück sind peruanische Inlandsflüge nicht besonders teuer, und da es auch nicht soviele gibt saßen wir sogar mit Lucy im gleichen Flugzeug.

In Lima wurden wir direkt von Hans (ein waschechter Peruaner, lediglich alemanophile Elterzhern, deshalb der Name) abgeholt. Die Vorgeschichte: Als Luca noch wesentlich jünger war, hatte seine Familie ein Au-Pair aus Peru, Eddy. Und kurz vor Abreise hat dieser uns netterweise eingeladen, seine Familie zu besuchen, und Hans ist sein jüngerer Bruder, der letzte der Familie, der noch in Peru wohnt. Alle seine Geschwister sind mittlerweile in Deutschland, Eddy ist immoment Referendar in Trier! Auf jeden Fall fanden wir uns schnell und nahmen ein Taxi nach Santiago del Surco, dem Stadtteil der Familie. Wir wurden von Rosa, der Mutter und Kamus, dem Hund, mit einer Herzlichkeit begrüßt die man sonst nur innerhalb von Familien antrifft. Hans führte uns ein bisschen durch Lima, zeigte uns einige Ecken, und das obwohl er eigentlich mitten im Uni-Prüfungsstreß steckt… Im Haus wurden wir von Rosa peruanisch bekocht und von Kamus… angesabbert und angelaufen Zwinkerndes Smiley

Lima selber war im Vergleich zu Iquitos prächtig kalt aber genauso feucht, wir holten uns direkt beide kapitale Erkältungen und froren wie die Schneider. In einer kostenlosen Stadtführung kriegten wir einiges von der Geschichte Perus und Limas, die ja untrennbar verknüpft sind, mit. In der Kathedrale Limas bekamen wir einige Einblicke in die dunkelsten Kapitel der Kirchengeschichte, ganze Katakomben voller Schädel und zerschmetterter Knochen. Interessanterweise kreisen (angeblich) seit einem der größeren Massaker der Geschichte dieser Kirche täglich einige Aguilas (Geier) um den Kirchturm. Warum, ist ein Rätsel…

In Miraflores, dem neueren und viel touristischerem Teil Limas bekamen wir einige der besten Seiten zu sehen: Das Essen. Wer nach Lima kommt, sollte viel Hunger mitbringen, das Essen ist genial, überall gibt es Läden die sich ABSOLUT lohnen… Egal ob belegtes Brötchen nach Graf Sandwich, Steak oder traditionell peruanischer Küche, man kommt aus kulinarischen Genüßen kaum raus. ”Sandwich Lucha” und “305 Sur” hatten umwerfende Brote, auch die Straßenstände waren gigantisch gut.  Der kulinarische Höhepunkt kommt später in einem eigenen Artikel Zwinkerndes Smiley

Barranco, ein anderer Stadtteil begeistert durch seinen Kolonialbauten. Viele stehen zum Kauf und kurbeln die Traummaschinerie an, lassen die Fantasie übersprudeln. Andere sind mit Kunstläden oder Bonsaizuchten gefüllt, die man natürlich besuchen kann. Ein Viertel, in dem man ganze Tage verbringen könnte…

An einem Abend nahm Hans uns mit zum Parque de las Fuentes, wo in einem netten Park jede Menge beleuchteter Brünnen anzuschauen waren, teilweise mit Lasershow, teilweise Interaktiv. Wenn die Kälte nicht gewesen wäre….

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