© 2012 luca PB295321_thumb.jpg

Tibet–der Friendship-Highway zum Everest hin

Von Lhasa aus machten wir uns auf den Friendship Highway, immer in Richtung nepalesicher Grenze und Mount Everest. Die Route und Zwischenstopps im einzelnen zu beschreiben waere schwierig und langwierig, da Kloster nach Kloster und Dorf nach Dorf kam und Namen und Inhalte langsam in der Erinnerung ineinander verschwimmen. Die Landschaft war immer sehr aehnlich, wenn auch zeitlos schoen: Steppe mit schneebedeckten Gipfeln, ruhigen Yakherden die das vertrocknete Gras weideten, kleinen verschlafenen Doerfern und einem gleichbleibend tiefblauen Himmel. Wir passierten den Yamdrok See, der wirklich mitten in den Bergen eingebettet ist und deshalb sich in viele Seebusen und Arme verzweigt. Ein erhebender Anblick, der nur von penetranten Tibetern gestoert wurde, die uns unbedingt irgend einen Scheiss verticken wollten. Am Rande des Sees sassen einige Tibeter, die Steine stapelten, ganz aehnlich den Steinhaufen, die auch die Inkas und Aymaras in den Anden aufstellten. Der Sinn davon: Sie sollen Stupas aehneln und sind eine Art Anbetungsritual.

Am Yamdrok vorbei, passierten wir noch einige hohe Paesse, bis wir nach Shigatse, der zweitgroessten Stadt Tibets kamen. Sie ist der Sitz des Panchen Lamas, des traditionellen Gegners des Dalai Lamas. Die Geschichten um den aktuellen Panchen Lama sind recht interessant und verdienen es mal gegoogelt zu werden. In Tibet selber erhaelt man keine Informationen ueber solche Geschichten, denn die werden von “Aufruehrern” regelmaessig zur Unruhestiftung missbraucht. In einem Gespraech wuerde ich wohl hier eine betretene Pause einlegen. Wieauchimmer, in diesem Kloster werden die Moenche wohl (Internetquellen zufolge) besonders von der chinesischen Regierung unterstuetzt, was traditionell gute Zusammenarbeit gewaehrleistet….

 

Ein eher unangenehmer Ort, und auch nicht so schoen wie  die Kloester, die wir bisher sehen durften.

 

Die Nacht verbrachten wir in einem ueberluxurioesen chinesischen Hotel, dass wir uns nur aufgrund massiver Saisonrabatte leisten konnten (90% Rabatt). Es sollte die letzte warme Dusche fuer die naechsten Wochen werden…

 

Kloster reihte sich an Kloster, und daran zurueckdenkend verwischen die Eindruecke, als wenn ich sie im vorbeifahren durch eine schmutzige Fensterscheibe eines Toyota Landcruisers gesehen haette. Die Namen verschiedener Sekten, religioeser Fuehrer, Buddhainkarnationen, Daemonen, sind alle schon vergessen. Was bleibt sind die Eindruecke, der Geruch von brennendem Sandelholz, die gedaempften Lichter, die gemurmelten Mantras, der Schmerz in den Augen von Menschen, denen alles genommen wurde ausser ihrer Religion, und die wurde ihnen auch nur zur touristischen Ausbeutung gelassen. Das Geraeusch von tausenden Gebetsfahnen, wenn sie im Wind flattern, und das warme Kribbeln auf der Haut, wenn bei Minusgraden die Hoehensonne bei 4500m einen anscheint. Mehr als wir erwarten konnten.

 

Und dann war dieser Moment, wo Fahrer und Guide etwas hektisch wurden, rechts ranfuhren, mit dem Finger in die Ferne zeigten: Quoolongma! Wir  schauten etwas verschlafen auf die Gebirgskette, die da im Sonnenuntergang leuchtete, und sahen einen Berg, der deutlich rausschaute… Bis es uns daemmerte, da ist er, der Everest, 8848m hoch, der hoechste den diese Welt zu bieten hat. Und so standen wir da, auf irgendeinem namenlosen Pass in Suedwesttibet, die untergehende Sonne im Ruecken und den Everest vor uns.

 

Wir schliefen in einem Dorf nahebei, um am naechsten Morgen noch vor Sonnenaufgang loszuziehen. Ueber eine Schotterpiste fuehrte der Weg zur kleinen unspektakulaeren Moencherei (die hoechste der Welt, auf 5200m) , die eigentlich nur eins zu bieten hatte: Einen direkten, spektakulaeren Blick auf den Everest. Wir fuhren noch etwas weiter, zum Mount Everest Basislager. Davon war ausser etwas Muell nichts mehr uebrig, alle Zelte abgebaut, der Berg zu dieser Jahreszeit unbesteigbar. Es verblieb ein Schild mit der Aufschrift “Basecamp”, etwas Muell und eine Wellblechhuette fuer ein paar froestelnde Soldaten, die aufpassten, das hier keine Unruhestifter Unfug treiben….

 

Der Name Basislager ist auch truegerisch. Nach unseren frueheren Bergerfahrungen war ein Basislager ja direkt am Berg gelegen, dass man quasi direkt von dort zum Gipfelsturm aufbrechen kann. Das Everest Base Camp ist 70 km (!) vom Fuss des Berges weg. Hat zwar den Vorteil, dass  man eine echt gute Sicht hat, aber so richtig beim Everest war man ja auch nicht Sad smile

Von dort an ging es dann noch ein paar Kilometer weiter Richtung Nepal, bis dann die Strasse nach Westen abbog – Richtung Kailash/Meru und Manasarovar…

 

 

 

Zum Abschied aus Lhasa zeigten uns die Einheimischen noch die Feinheiten des hygienischen Fleischtransportes

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

 

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

 

Aus den Toiletten konnte man quasi essen, so sauber waren sie

 OLYMPUS DIGITAL CAMERA

 

Endlich unterwegs

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

 

Der Friendship Highway

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

 

selbst die Strommasten auf den Paessen wurden mit Gebetsfahnen geschmueckt

CIMG4867

 

Der Yamdrok See

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

 

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

 

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

 

Der alte Mann im Kloster

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

 

Blick ueber das morgendliche Shigatse

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

 

Sonnenaufgang von hinter dem Panchen Lama Tempel

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

 

 

Dieser Tibeter wollte wirklich unbedingt fotografiert werden

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Innenhof

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

 

2 Deppen 1 Gedanke

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

 

 

 

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

 

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

 

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

 

Selbst dem geduldigsten Buddhahelfer reisst bei manchen Touristen der Geduldsfaden

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

 

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

 

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

 

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

 

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

 

Blick vom Tempel aufs Fort

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

 

 

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

 

Die restlichen Bilder allesamt von und mit dem Everest

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

 

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

 

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

 

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

 

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

 

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

 

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

 

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

 

OLYMPUS DIGITAL CAMERA